Aufregung fürs Ohr

(c) Hartmut Nägele

Philippe Manoury ist Kölns erster Composer in Residence, berufen von Generalmusikdirektor François-Xavier Roth. Gemeinsam zelebrieren sie es, das Potenzial klassischer Orchesterstrukturen in immer neuen Werken und Programmen auszureizen – wie vor wenigen Tagen in der Kölner Philharmonie.

Marke: unbekannt

Der Pianist Ivan Ilić springt gerne für Musik in die Bresche, die sonst wohl nie zur Aufführung kommen würde. In seinen jüngsten Projekten widmet er sich dem Komponisten Anton Reicha, einem Zeitgenossen Beethovens. Warum er das macht und was so immens schwer daran ist, erzählt er im Interview.

Schluss mit Denkmalpflege

Kay Voges‘ Regiekonzepte sind gewagt, experimentell, manchmal verstörend und häufig preisgekrönt. Seit 2013 inszeniert der Schauspiel-Regisseur auch immer wieder Opern – und findet im niusic-Interview klare Worte zum aktuellen Opernbetrieb.

„Sexy – aber nur im Notfall“

Er ist der wohl sympathischste Turbostotterer, Besserwisser und Wortkunstverdreher, sächselnd und immer unter-wegs im gestrickten Pullun-der, die Gitarre im Arm, den Fuß auf der Weltkugel: Olaf Schubert. Zunächst bekannt in Sachsen erlangte er größere Aufmerksamkeit durch Auftritte im „Quatsch Comedy Club“ und später in der „Heute Show“. Am 14. September tritt er in Düsseldorf auf.

Charakterballett

An der Dortmunder Oper hat sich Ballettdirektor Xin Peng Wang des Stoffs um den alten Doktor Faustus angenommen, der erkennen will „was die Welt im Innersten zusammenhält“ – nachdem „ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie“ ihm diese Frage nicht beantworten konnten. Getanzt wird die Rolle des Mephisto, des lenkenden Fährmanns der Geschichte um Faust und seine Suche nach der Leidenschaft, von zwei jungen Tänzern, die erst vor knapp zwei Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen haben. 

Génie en famille

In der Kölner Philharmonie gibt es in diesen Tagen wohl die schönste Interpretation von Camille Saint-Saëns‘ Orgelsinfonie, die das Haus je gehört hat. Daniel Roth (Orgel) und sein Sohn François-Xavier (GMD des Gürzenich-Orchesters) sind zwei Klangfarbenkünstler vor dem Herrn. Hannah Schmidt hat sie zum Interview getroffen.

Musik, gefühlsecht

Der gängige Begriff von Musik ist der von einer akustischen Kunst. Von „organisiertem Klang“ ist die Rede, im Bereich des „Hörbaren“. Musik ohne Ohren ist wie Bildende Kunst ohne Augen, denken wir. Ein Gespräch mit Paul Whittaker stellt dieses Denken auf den Kopf. Denn er ist taub. Und studierter Musiker.